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Aktuelles: Feuerwehrkonzept 2010 beim Zürcher Regierungsrat
Feuerwehrbestände im Kanton Zürich werden reduziert
Die Entwicklung der Feuerwehr im Kanton Zürich ist trotz Rekrutierungsproblemen eine Erfolgsgeschichte. So sank die Brand-Schadensumme in den vergangenen Jahren kontinuierlich, obwohl gleichzeitig die Mannschaftsbestände der Feuerwehren stark zurück gingen. Nach Angaben von Kurt Steiner, Leiter der Kantonalen Feuerwehr, beliefen sich im letzten Jahr die Brandschäden im Kanton Zürich auf 37,4 Millionen Franken.Vor der Abschaffung der Feuerwehrpflicht im Jahr 1991 verfügten die Gemeinden über insgesamt 27 000 Feuerwehrleute, heute sind es noch 9100. Das neue Feuerwehr-Konzept «2010», das der Regierungsrat am Donnerstag ins Parlament schickte, geht noch von 8000 Feuerwehrangehörigen aus. Das Gesetz basiert auf der Analyse von 180000 Brandfälle der letzten 15 Jahre.

Neben der Reduktion des Personalbestandes werden im Konzept "Feuerwehr 2010" verschiedene weitere Verbesserungen angestrebt, welche die Schlagkraft der Feuerwehr erhöhen sollen oder diese den geänderten Bedürfnissen anpassen. So ist vorgesehen, dass sieben neue kantonale Einsatzleiter die Ortsfeuerwehren bei Grossereignissen unterstützen. Die kleinen Milizfeuerwehren vor Ort werden zudem besser einbezogen und sind künftig zur «Nachbarschaftshilfe» verpflichtet. Zudem soll die Pflicht zum ABC-Schutz und zum Einsatz bei Erdbeben gesetzlich festgeschrieben werden.
Ferner enthält das Gesetz neue Leistungsvorgaben. So müssen bei grösseren Ereignissen in den ersten zehn Minuten zehn Feuerwehrmänner vor Ort sein, innerhalb von 30 Minuten 30 Feuerwehrleute. Schliesslich wird die Verrechnung von Schadenereignissen vereinheitlicht, für das Inkasso bei Verursachern ist neu die kantonale Gebäudeversicherung (GVZ) zuständig.
Unbestritten ist dagegen das Prinzip des Milizsystems. Nach Angaben von Kurt Steiner, Leiter der Kantonalen Feuerwehr, würden sich die Kosten für eine kantonale Berufsfeuerwehr auf jährlich rund 190 Millionen Franken belaufen. Sie wäre damit mehr als doppelt so hoch wie heute (90 Millionen Franken).
Daniel Jaggi
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